Veranstaltungen/Schauspiel

König Ödipus

Eine Bearbeitung nach Sophokles

Regie: Claudius Hoffmann

Aufführungen am 10. & 11. März 2012

jeweils 20:00 Uhr

 

Kostenbeteiligung 10,- / 7,- Euro

 

 

Über uns:

 

Wir haben durch das Stück die Möglichkeit, uns mit den Themen Willensfreiheit, bewusstem Handeln und der damit verbundenen Verantwortung auseinanderzusetzen. Das Schauspielprojekt ermöglicht es uns, bereits Erlerntes umzusetzen, neue Fähigkeiten zu erwerben, diese täglich in der Praxis zu erproben und den gesamten Prozess mit zwei öffentlichen Vorführungen abzurunden.

 

 

 

Sophokles:

 

Sophokles (um 497 v. Chr- 406 v. Chr ) war griechischer Dramatiker. Neben Aischylos und Euripides war er der größte Tragiker der griechischen Antike.

Sophokles wurde um 497 v. Chr. in Athen als Sohn einer vornehmen Familie geboren und erhielt eine ausgezeichnete Ausbildung. Sophokles starb um 406 v. Chr. im damals ungewöhnlich hohen Alter von etwa 90 Jahren. Zu seinen herausragenden Werken gehören „König Ödipus“ sowie „Antigone“ und ,,Ödipus auf Kolonos“.

 

 

Handlung:

 

Die Pest ist in Theben ausgebrochen. Die Bürger der Stadt wenden sich an die Götter und den König und bitten um Hilfe. Ödipus hat bereits seinen Schwager Kreon zum Orakel nach Delphi geschickt. Dieser kehrt mit der Botschaft zurück, dass die Pest erst ein Ende findet, wenn der Tod des König Laios gerächt sei. Woraufhin Ödipus eine Untersuchung des Mordes einleitet.

Von dem Thebanischen Rat erhält er neben dem Ratschlag den Seher Teiresias zu befragen nur vage Gerüchte, die besagen, dass Wanderer Laios umgebracht hätten.

Dann trifft auch schon Teiresias ein, der sich zunächst weigert, sein Wissen preiszugeben. Nachdem er aber von Ödipus dazu hart bedrängt wird, sagt er diesem: ,,Der Mörder, den du suchst, bist du!“ Ödipus hält diese Vorwürfe für den Teil eines Komplotts, den Kreon mit Teiresias Hilfe gegen ihn geschmiedet hat.

Als Kreon sich gegen die Vorwürfe verteidigt, nimmt Ödipus die Verteidigungsrede kaum zur Kenntnis und verurteilt Kreon auf bloßen Verdacht hin zum Tode. Iokaste, die Frau des Ödipus, schlichtet den Streit, schickt Kreon fort und fragt Ödipus nach der Ursache des Streites. Nachdem Ödipus ihr seinen Verdacht eröffnet hat, versucht Iokaste, ohne auf die Verdächtigungen gegen Kreon einzugehen, ihn zu beruhigen und den Aussagewert von Orakelsprüchen zu entkräftigen, indem sie ihn von dem Orakelspruch erzählt, den Laios einst erhalten hatte und ihm geweissagt wurde, er werde durch die Hand des eigenen Sohnes sterben, sei aber dann an einem Scheideweg in Phokis von Räubern erschlagen worden.

Dies aber lässt in Ödipus einen bitteren Verdacht aufkommen: Er erzählt Iokaste nun, dass er einst wegen eines Orakelspruchs aus seiner Heimatstadt Korinth und von seinen Eltern, Polybos und Merope, geflohen sei, da ihm geweissagt wurde, er werde seinen eigenen Vater töten und seine Mutter heiraten. Auf seiner Wanderschaft, die ihn letztlich nach Theben führt, habe er in Phokis an einem Scheideweg einen Edelmann nebst seiner Dienerschaft erschlagen. Er bittet Iokaste nun, den überlebenden Zeugen ausfindig zu machen, um so Gewissheit zu erhalten, dass Laios wirklich von Räubern erschlagen wurde, um so sicher zu gehen, nicht selbst der Mörder von Laios zu sein.

Nun trifft aber ein Bote aus Korinth in Theben ein und bittet Ödipus, die Königsherrschaft in Kotinth anzutreten, da Polybos gestorben sei. Ödipus sträubt sich, weil er immer noch die Ehe mit der Mutter fürchtet, woraufhin ihm der Bote eröffnet, dass er nicht der leibliche Sohn des korinthischen Königspaares sei, sondern er selbst habe ihn als Kind mit durchbohrten Füßen von einem Hirten des Laios erhalten und an das kinderlose Paar weitergegeben. Iokaste beginnt nun zu ahnen, in welch böse Verstrickungen Ödipus und sie selbst geraten sind.

Der herbeigeholte Hirte gesteht nun, dass er das Kind, das er von Laios und Iokaste erhalten hatte und töten sollte, aus Mitleid dem Schäfer aus Korinth übergeben habe. Jetzt erkennt Ödipus die bittere Wahrheit und sein grausames Schicksal, stürmt rasend in den Palast, findet seine Frau und Mutter erhängt und sticht sich mit den Spangen ihres Kleides die Augen aus.

Er wünscht sich daraufhin von Kreon, aus der Stadt verbannt zu werden und bittet ihn, sich seiner zweier Töchter anzunehmen.

 

 

 

Zur Regie:

 

Claudius Hoffmann: Um es kurz zu machen, ein Förderer!

Das erste, was Claudius zu uns sagte, als wir uns zu einer netten Kennenlernrunde in unserem Haus trafen, war ,,Erwartet ihr jetzt was von mir?“ „…Hä? Was sollten wir darauf antworten?“ Doch das Eis war schnell gebrochen und wir haben alle gemerkt, dass man mit Claudius sehr gut reden kann und er schnell merkt, wenn wir ins Stocken kommen und uns mit gezielten Worten wieder Antrieb gibt.

 

Dafür danken wir ihm.

 

Kontakt zur Theaterwerkstatt / weiterführende Informationen:

 

Theaterwerkstatt siebenzwerge

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