turandot

Die Theaterwerkstatt „siebenzwerge“ präsentiert:

„Turandot

oder

Der Kongress der Weißwäscher“

von Berthold Brecht
19. / 20. / 21. Juni jeweils um 20:00 Uhr
9,- Euro (6,- Euro ermäßigt)



Das „Gelbe Haus“ ist die derzeitige Schauspielgruppe der Fachklinik „siebenzwerge“.
Nachdem wir mehrere Theaterstücke gelesen hatten, wo unter anderen auch einige Klassiker und Grotesken dabei waren, entschieden wir uns für „Turandot oder der Kongress der Weißwäscher“ von Berthold Brecht, da dieses Stück auch heutzutage brisante politische Themen berührt.
Wir werden durch die professionelle Anleitung der Regisseurin Sylvia Hanisch unterstützt.

Zum Inhalt:

Hier geht es um mehr als nur die Heirat der chinesischen Kaisertochter Turandot.
Der Kaiser von China und sein Bruder Jau Jel lassen Unmengen an Baumwolle verschwinden um den drohenden Konkurs des Landes und das weitere Fallen der Baumwollpreise abzuwenden.
Es handelt sich um Diebstahl und dem Volk muss eine Erklärung geliefert werden, woraufhin sich die Tuis, die Intellektuellenelite des Landes, zu einem Kongress versammeln, um eine „weißgewaschene“ Version der eigentlichen Wahrheit an die Bevölkerung zu liefern.

Im Kaiserreich gibt es kein eigenständiges Denken mehr und die Tuis handeln mit Meinungen, Ausreden, diversen Formulierungen und politischen Haltungen, die gerne übernommen werden.
Turandot, die sich sehr von den Tuis angezogen fühlt, lässt sich zum Preis für den besten „Ausredner“ machen und will seine Braut werden.
Während die Bewohner des Reiches unter dem Revolutionär Kai Ho schon kurz vor dem Aufstand sind, schafft es keiner der Bewerber, eine plausible Erklärung über den Verbleib der Baumwolle zu liefern. Im Gegenteil: ein Teil der Wahrheit rutscht doch heraus und einem nach dem anderen wird der Kopf abgeschlagen.
Gogher Gogh, der es trotz großer Anstrengung nicht in den Tuiverband geschafft hat, bringt die durchschlagende Lösung. Er überredet den Kaiser kurzerhand schon die alleinige Frage nach der Baumwolle zu verbieten und schwingt sich zum Kanzler des Reiches auf. Unter Gogher Gogh beginnt eine Schreckensherrschaft mit Terror und Mord.
Die Tuis fürchten um ihr Leben und Kai Ho steht mit seinem Gefolge schon vor den Toren der Stadt. 
Das Wortspiel Tuis steht für „Tellekt-Uell-Ins“. Brecht hat einige Jahre an diesem Thema gearbeitet, wobei mehrere Werke entstanden.
 

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