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Wittenberg, November 1523: Doktor Johann Faustus, ein Universalgelehrter, ist getrieben von seinem Drang nach Wahrheit und durch Fragen welche die Grenzen des menschlichen Geistes sprengen. Die Kernfragen, die ihn bewegen lauten: „Was aber ist die Ursach, daß es existiert? Wo ist der Ursprung aller Dinge? Und vor allem: Was liegt dahinter? Das, was ich nicht eh? Welches Geheimnis birgt das Unsichtbare? Welche verborgne Kraft treibt dieses Weltall? Ich weiß es nicht, und weiß es nun noch wen’ger. Ich muß es aber wissen!“ Berauscht von Gedanken der Allmacht, bedient er sich der Kräfte, die jenseits des Guten liegen, in der Hoffnung seine tiefe Sehnsucht zu befriedigen. Im Gegenzug verkauft Faustus seine Seele. Wacht er auf, bevor er auf seinem Irrweg zugrunde geht? Der Zuschauer wird durch dramatische Tiefen und raffinierte Komik in eine Sphäre zwischen Himmel und Hölle versetzt. In die Welt des Menschen.
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