Die zwei Brüder

Theaterwerkstatt siebenzwerge präsentiert:

“Die zwei Brüder”


12. Dezember 2009 um 19 Uhr und
am 13. Dezember um 16 Uhr

für Kinder ab 9 Jahren
9 € ( 6 € ermäßigt )
 

Das Märchen beginnt mit dem armen Besenbinder, der einen Vogel aus Gold fängt. Er verkauft ihn an seinen geizigen Bruder, einem Goldschmied, der ein Geheimnis kennt. Er weiß, dass wer Herz und Leber des Tieres isst, jeden Morgen ein Goldstück unterm Kopfkissen findet. Doch die Zwillinge des armen Besenbinders haben Hunger. Sie finden das Tier und verspeisen Herz und Leber, wonach sie jeden Tag mit Gold beschert werden. Aus Wut befiehlt der Goldschmied seinen Bruder, seine eigenen Kinder auszusetzen, was er dann auch macht. Sie kämpfen im Wald ums Überleben und werden von ihrem zukünftigen Pflegevater aufgenommen, der sie zu Jägern ausbildet. Auf ihrer Reise nehmen sie sich vieler Tiere an, die ihre treuen Begleiter werden. Doch bald trennen sich die Wege der Brüder, der eine nach Osten und der andere nach Westen. Dem jüngeren Bruder, der nach Westen zog, geschehen viele aufregende Dinge. List und Torheit, Mitleid und Mut, Erschöpfung und Verrat wechseln in dem Märchen und führen zu einer Kette dramatisch tragischer Geschehnisse. Der jüngere Bruder besiegt den Drachen und verliert danach die Königstochter an den Marschall. Es wird zum hellen Vergnügen, zu sehen, wie sich der Betrogene das zurückholen will, was ihm entrissen wurde. Der Jüngere erbt das Königreich und erlangt viel Reichtum, doch das Schicksal zwischen den Zwillingen, die doch so verschieden sind, bleibt bestehen. Denn der ältere Bruder aus dem Osten hat sich tief in der Seele erhalten, was dem jüngeren Bruder bei allen Abenteuern und Reichtum verloren ging: Eine bescheidene Einfachheit oder wie man auch sagen kann, einen Reichtum spiritueller Substanz.
Am Ende bleibt die Frage: Werden sie den Zwiespalt versöhnen, der den Mensch und die Welt in innen und außen zerteilt?

 

Die zwei Brüder

Es war einmal...
... gar nicht so einfach, ein passendes Theaterstück für diese Zeit zu finden. Wir hatten in den ersten Wochen noch keine Vorstellung, was wir am Ende auf die Bühne bringen, vor allem was zur Weihnachtszeit passt. Wir konnten die Fragezeichen über unseren Köpfen förmlich sehen: Eine Komödie, ein Drama oder doch ein Puppenspiel?
Wir begannen uns mit verschiedenen Märchen zu beschäftigen. Wir sind zwölf Leute im Haus und jeder hatte eines aus den Werken der Gebrüder Grimm vorgelesen. Bei vielen wurden Erinnerungen an die eigene Kindheit wach, weil die Märchen in dieser Zeit einen großen Einfluss auf uns hatten. Bei den einen waren noch prägnante Sätze im Gedächtnis, die anderen hatten bekannte Bilder vor Augen. Nach einiger Zeit hatte jeder sogar sein Märchen vorgestellt, mit dem er die meiste Verbindung hat. Wir kamen sogar auf die verrückte Idee, Auszüge aus verschiedenen Märchen in einem Stück auf die Bühne zu bringen. Letztendlich wollten wir uns doch auf ein Märchen konzentrieren, da jedes ein selbständiges Ganzes bleiben sollte, welches für sich schon reich an Motiven ist.

Am Ende war die Mehrheit für das Stück ,,Die zwei Brüder” nach den Gebrüder Grimm.
Wir konnten uns gut mit den einzelnen Charakteren im Märchen identifizieren und haben begonnen unsere Vorstellungen zu verwirklichen.
Unter der Anleitung von Regisseur Claudius Hoffmann (www.kleintheater.de) bekommen wir professionelle Unterstützung und gestalten die Bühnenausstattung über Kostüme, Requisiten bis hin zu den Plakaten und Programmheften alles selbst.
Auch die Musik und die Klänge sind von hergestellt, Unterstützung bekommen wir von Musikpädagoge Christoph Hutter.

 

Die zwei Brüder

Die Gebrüder Grimm stammen aus Hanau. Jacob wurde am 04. Januar 1785 geboren und sein Bruder Wilhelm am 24. Februar 1786. 1812 wurde die erste Auflage der Grimmschen Märchen veröffentlicht. Drei Jahre später konnten die Brüder den zweiten Band der „Kinder- und Hausmärchen“ vorlegen, im Jahr 1819 wurde der erste Band stark überarbeitet neu aufgelegt: Es kamen weitere Märchen hinzu, etwa ein Viertel der Geschichten wurde gestrichen und fast die Hälfte der verbliebenen Märchen überarbeitet. Die Anmerkungen zu den Märchen beider Bände wurden 1822 als dritter Band veröffentlicht. Im Jahr 1825 erfolgte die Herausgabe einer „Kleinen Ausgabe“ der Kinder- und Hausmärchen in einem Band, die maßgeblich zur Popularität des Stoffes beitrug.
In der damaligen Zeit hat eine industrielle Revolution stattgefunden. Aufgrund der Schulpflicht sank die Zahl der Analphabeten, so dass viele Mütter ihren Kindern Märchen vorgelesen haben, da sie für alle Altersklassen gut verständlich waren. Heutzutage ist das Märchen für viele Menschen ein Bereich außerhalb des Wirklichen, in denen die Gesetze der Natur herrschen, Wunder geschehen, Steine, Tiere und Pflanzen sprechen können.
Wir wollen das Publikum wieder näher an bildliche Aussagekraft des Märchens heranführen.

 

Die zwei Brüder

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