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Das Märchen beginnt mit dem armen Besenbinder, der einen Vogel aus Gold fängt. Er verkauft ihn an seinen geizigen Bruder, einem Goldschmied, der ein Geheimnis kennt. Er weiß, dass wer Herz und Leber des Tieres isst, jeden Morgen ein Goldstück unterm Kopfkissen findet. Doch die Zwillinge des armen Besenbinders haben Hunger. Sie finden das Tier und verspeisen Herz und Leber, wonach sie jeden Tag mit Gold beschert werden. Aus Wut befiehlt der Goldschmied seinen Bruder, seine eigenen Kinder auszusetzen, was er dann auch macht. Sie kämpfen im Wald ums Überleben und werden von ihrem zukünftigen Pflegevater aufgenommen, der sie zu Jägern ausbildet. Auf ihrer Reise nehmen sie sich vieler Tiere an, die ihre treuen Begleiter werden. Doch bald trennen sich die Wege der Brüder, der eine nach Osten und der andere nach Westen. Dem jüngeren Bruder, der nach Westen zog, geschehen viele aufregende Dinge. List und Torheit, Mitleid und Mut, Erschöpfung und Verrat wechseln in dem Märchen und führen zu einer Kette dramatisch tragischer Geschehnisse. Der jüngere Bruder besiegt den Drachen und verliert danach die Königstochter an den Marschall. Es wird zum hellen Vergnügen, zu sehen, wie sich der Betrogene das zurückholen will, was ihm entrissen wurde. Der Jüngere erbt das Königreich und erlangt viel Reichtum, doch das Schicksal zwischen den Zwillingen, die doch so verschieden sind, bleibt bestehen. Denn der ältere Bruder aus dem Osten hat sich tief in der Seele erhalten, was dem jüngeren Bruder bei allen Abenteuern und Reichtum verloren ging: Eine bescheidene Einfachheit oder wie man auch sagen kann, einen Reichtum spiritueller Substanz. Am Ende bleibt die Frage: Werden sie den Zwiespalt versöhnen, der den Mensch und die Welt in innen und außen zerteilt?
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